Peter Görlitz ist seit 2019 bei Sonoco CPE als Nachhaltigkeitsmanager tätig.
Er setzt sich leidenschaftlich für das "große Ganze" ein und implementiert bei Sonoco neue Prozesse und Richtlinien, die uns auf unserem Weg zur Nachhaltigkeit begleiten. Wir haben uns mit ihm zusammengesetzt, um mehr über seinen beruflichen Werdegang, seine Interessen und darüber zu erfahren, wie der Nachhaltigkeitstrend den Markt verändert.
Was sind Ihre Aufgaben als Nachhaltigkeitsmanager?
Die Idee der Nachhaltigkeit konzentriert sich auf die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte eines jeden Themas und versucht, ein Gleichgewicht zwischen diesen drei Perspektiven zu finden. Als Nachhaltigkeitsmanagerin ist es meine Aufgabe, das Unternehmen in mehreren Bereichen und nach diesen Grundsätzen zu beraten. Gemeinsam mit meinen Kollegen entscheide ich über geeignete Maßnahmen und arbeite an nachhaltigen, langfristigen Lösungen.
Mein Ziel ist es, mein Wissen über Nachhaltigkeit weiterzugeben, damit idealerweise alle Sonoco-Mitarbeiter ein gemeinsames Verständnis zu diesem Thema haben. Meine Aufgabe ist es, das Unternehmen bei der Ausrichtung seiner Nachhaltigkeitsreise fundiert zu beraten, so dass jeder Mitarbeiter weiß, welche Schritte er als nächstes unternehmen muss. Außerdem fungiere ich als Schnittstelle zu Kunden und anderen Stakeholdern, die sich ebenfalls mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen und ihre Vorstellungen mit unseren abstimmen wollen.
Welchen akademischen/beruflichen Hintergrund haben Sie und wie sind Sie Nachhaltigkeitsmanagerin geworden?
Es gibt viele Wege, um in den Bereich der Nachhaltigkeit einzusteigen. Ich selbst habe einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und habe Geoökologie und Internationales Management von Ressourcen und Umwelt studiert. Mit diesem Hintergrund kann ich die Nachhaltigkeitsaspekte verschiedener Themen sehr gut beurteilen. Einerseits kann ich die Auswirkungen eines Produkts oder einer Maßnahme auf die Umwelt sowohl kurz- als auch langfristig beurteilen. Zum anderen habe ich dank meines Managementstudiums ein tiefes Verständnis für die verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Prozesse innerhalb eines großen Unternehmens wie Sonoco. Meine erste Tätigkeit im Bereich der Nachhaltigkeit war in der Automobilindustrie. Dort lag der Schwerpunkt vor allem auf der Verbesserung von Entwicklungs- und Produktionsprozessen. Bei Sonoco konzentriere ich mich hauptsächlich auf das Produkt selbst. Ich versuche, Antworten auf Fragen zu finden wie: Was müssen wir tun, um nachhaltigere Verpackungen anzubieten? Und was ist überhaupt die Definition von nachhaltigen Verpackungen? Wer sich mit Nachhaltigkeitsmanagement beschäftigen will, sollte sozusagen neugierig auf das große Ganze sein. Nachhaltigkeit basiert auf der Idee des Gleichgewichts und der Bewahrung unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte. Als Nachhaltigkeitsmanagerin werde ich täglich mit vielen neuen Themen konfrontiert, in die ich mich schnell einarbeiten muss. Außerdem arbeite ich gerne mit Menschen zusammen und finde mich in Gesprächen oft in der Rolle des Vermittlers wieder.
Warum haben Sie sich für den Beruf des Nachhaltigkeitsmanagers entschieden?
Meine Liebe zur Natur und zur Welt wurde schon als Kind durch regelmäßige Wanderungen geweckt. Das habe ich mir als Erwachsener bewahren können, und nun möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass alle Kinder und Erwachsenen diese Schönheit für sich entdecken können. Ich interessiere mich für wirtschaftliche Fragen und habe gerne mit Menschen zu tun. Bei der Arbeit als Nachhaltigkeitsmanagerin kommen all diese Interessen zusammen.
Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrer Arbeit?
Wenn ich mit einem neuen Thema anfange, weiß ich zunächst oft nicht, wie ich es lösen soll. Nur wenn ich mit meinen Kollegen zusammenarbeite, kann ich eine geeignete Lösung finden, die für das Unternehmen und alle seine Mitarbeiter nachhaltige Ergebnisse bringt. Von ihnen lerne ich jeden Tag etwas Neues, so dass es nie langweilig wird.
An welchen Themen arbeiten Sie derzeit?
Auf dem Markt findet gerade ein Umdenken statt, und das Thema recyclingfähige Verpackungen wird immer wichtiger. Viele Unternehmen definieren für sich neue Standards, um auf diesen Wandel zu reagieren. In diesem Zusammenhang ist es meine Aufgabe, diese Standards in enger Zusammenarbeit mit Experten zu überprüfen und Leitlinien für meine internen und externen Kollegen zu erstellen. Mein Schwerpunktbereich ist Europa. Außerdem betreue ich sowohl kleinere als auch größere Projekte, bei denen wir die Recyclingfähigkeit unserer Produkte in Sortier- und Recyclinganlagen testen. Ein wichtiger Punkt auf meiner Agenda ist auch die Mitarbeit als Vertreter von Sonoco in Verbänden der Verpackungs- und Recyclingindustrie. Gemeinsam definieren wir neue Standards und Richtlinien für das Recycling, um eine Kreislaufwirtschaft und einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen zu fördern.
